Mittwoch, 15. April 2015

RePost - Bürgerdialog

Es ist doch im Endeffekt wieder nur ein Versuch, die bisher gekippte Stimmung der "Bürger" zu richten. Im Hinblick natürlich auf die anstehenden Wahlen, übernächstes Jahr. Damit Deutschlands first Lady - man mag es eigentlich gar nicht so nennen -  weiterhin an der Macht bleiben kann. Oder?
Nach außen hin mag es den Anschein machen und das soll es ja auch, dass die beiden Spitzen, die derzeitigen Führer der Einwohner dieses Landes, sich für die Meinung letztgenannter wirklich interessieren. Da wurde sogar aus steuerlichen Mitteln eine wirklich professionell gestaltete Homepage ins Leben gerufen, die außer Pressefritzen und den Behördenmitarbeitern doch sowieso kaum jemand aufrufen wird.
Doch warum es auf diesem Wege machen? Die alte Mutti an der Macht hätte doch nur auf diversen Veranstaltungen einmal hinhören müssen, was die Leute so bewegt. Genug Gründe gab es ja. Ein lauthals und deutlicher ist, dass die Bürger kein TTIP möchten - wobei die Regierung dieses Abkommen auch gegen den Willen der Bürger auf Biegen und Brechen durchsetzen will. Zum Wohle des Deutschen Volkes, so war doch ein Teil ihres Amts-Eides, oder? Die Politiker brauchen sich doch nur einmal durch das Neuland bewegen, um zu erkennen, wo der Schuh drückt. Dafür braucht es keine wissenschaftliche Auswertung.
"Wenn die Politik wirklich zum Bürger gehen wollen würde, dann würden die Abgeordneten öfter ihre Wahlkreise besuchen, dort den direkten Dialog suchen und die Meinung ihrer direkten Wähler in die Landes/Bundestage reintragen. Das ist reine Verschwendung von Steuergeldern und dient allein der Werbung und nicht der Demokratie." (Quelle)
Dem wäre so nichts hinzuzufügen, besser hätte man es wirklich nicht mehr ausdrücken können. Statt solcher tollen Aktionen wie diesen unpersönlichen Internetauftritt wäre doch mal ein Auftritt angesagt, inmitten der Bürger. Ein Auftritt zum Beispiel bei den Friedensmahnwachen und auch auf die Gefahr hin, dort kräftig ausgebuht zu werden. Damit sie endlich mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen.
Oder einmal durch die Arbeitsagenturen marschieren, durch die Sozialämter, um zu sehen, wo den Leuten der Schuh drückt. Das manchen nur mit Sozialhilfe und Aufstockung durchs Leben kommen. Oder 2-3 Jobs brauchen, um überleben zu können. Aber nein, solch banale Dinge sehen unsere Politiker nicht. Auf diese absurde Idee würden sie niemals kommen.
Eine weitere Möglichkeit, der Politik-Verdrossenheit entgegen zu treten wäre doch die einfache Maßnahme, für wichtige politische Entscheidungen einfach mal eine Volksbefragung durchzuführen. Aber dafür ist der Tellerrand zu hoch mit den Münzen von Wirtschaft und Finanzsektor.
Doch auch für die Bürger gäbe es eine Möglichkeit, ihren Unmut lautstark auszudrücken. eine Wahlbeteiligung von unter 10% - das gäbe mal einen Aufruhr! Das wäre die Klatsche, die unseren Damen und Herren der politischen Riege einmal bräuchten. Doch dafür müssten die Einwohner dieses Landes einmal an einem Strang ziehen und das ist schier unmöglich. Amen.

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